Die Gemeinde ist heilig

Es sagt ein rumänisches Sprichwort, dass es keinen Wald ohne verdorrte Hölzer gibt. Man will damit ausdrücken, dass in jeder Gemeinde auch Sünder oder Ungläubige bestehen können. Aber kann man mit Sprichwörtern den Zustand von religiösen Gruppierungen entschuldigen?

 

Psalm 1

1 Glücklich der Mann, der nicht folgt dem Rat der Gottlosen, den Weg der Sünder nicht betritt und nicht im Kreis der Spötter sitzt, 2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und über sein Gesetz sinnt Tag und Nacht! 3 Er ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und dessen Laub nicht verwelkt; alles was er tut, gelingt ihm. 4 Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. 5 Darum bestehen Gottlose nicht im Gericht, noch Sünder in der Gemeinde der Gerechten. 6 Denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg vergeht.

 

In diesem Psalm kann man zweierlei Dinge erkennen. Den Gläubigen kann man nicht in der Gemeinschaft mit weltlich gesinnten Menschen finden und andererseits können auch Ungläubige nicht in der Gemeinde sein.

Paulus drückt es auch sehr bildhaft und klar aus, dass zwischen diesen beiden Menschen kein Kontakt besteht.

 

2. Korinther 6,14-7,1

14 Geht nicht unter fremdartigem Joch mit Ungläubigen! Denn welche Verbindung haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? 15 Und welche Übereinstimmung Christus mit Belial? Oder welches Teil ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welchen Zusammenhang der Tempel Gottes mit Götzenbildern? Denn wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie Gott gesagt hat: "Ich will unter ihnen wohnen und wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein." 17 Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab!, spricht der Herr. Und rührt Unreines nicht an! Und ich werde euch annehmen 18 und werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Allmächtige. 7,1 Da wir nun diese Verheißungen haben, Geliebte, so wollen wir uns reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes.

 

Das Leben der Christen ist so andersartig, dass das Leben eines Ungläubigen nicht dazu passt. Dieser sucht in irdischen äußerlichen Dingen seine Freude und kann die tiefe geistliche Freude nicht verstehen. Er würde dauernd mit der Wahrheit konfrontiert werden. In einer Gemeinde gibt es kein anonymes Leben, wo jeder sein eigenes Leben lebt und “in Ruhe gelassen wird”. Da die einzelnen Glieder sich ermuntern und ermahnen, würde auch er dauernd ermahnt werden. Und nachdem er nicht seine Lebenseinstellung ändern will, wird es auch schlussendlich zur Trennung kommen.

 

Matthäus 18,15-18

15 Wenn aber dein Bruder sündigt, so geh hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein! Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus zweier oder dreier Zeugen Mund jede Sache bestätigt werde! 17 Wenn er aber nicht auf sie hören wird, so sage es der Gemeinde; wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide und der Zöllner! 18 Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr etwas auf der Erde bindet, wird es im Himmel gebunden sein, und wenn ihr etwas auf der Erde löst, wird es im Himmel gelöst sein.

 

Juden hatten keinen Kontakt mit Zöllner oder Heiden. Wenn ein Bruder, der sich nicht mehr zurechtbringen lassen will keinen Kontakt mehr haben kann, wieviel weniger dann Ungläubige? Es ist nur ein schlechtes Zeugnis, dass in einer Gruppe sogenannte Gläubige mit Ungläubigen Gemeinschaft haben. Dort wo Bruderliebe praktiziert wird, ist es unmöglich, dass jemand unerkannt seinen eigenen egoistischen Zielen nachgeht. Es besteht vielmehr ein Kampf um jeden einzelnen, damit niemand verloren geht und sich von Gott entfernt.

 

Hebräer 3,12-14

12 Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott, 13 sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde! 14 Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Grundlage bis zum Ende standhaft festhalten.

 

Es ist auch für die Gemeinde selber wichtig sich rein zu halten. Wenn Sünde akzeptiert wird, sehen dies auch andere und es könnte der Eindruck entstehen, dass dies gar nicht so gravierend sei. Die Gemeinde muss sich daher auch selber schützen.

 

1. Korinther 5,1-8

1 Überhaupt hört man, dass Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet: dass einer seines Vaters Frau hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht etwa Leid getragen, damit der, der diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte entfernt würde! 3 Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geist anwesend, habe schon als Anwesender das Urteil gefällt über den, der dieses so verübt hat 4 - wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unseres Herrn Jesus versammelt seid -, 5 einen solchen im Namen unseres Herrn Jesus dem Satan zu überliefern zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn. 6 Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja bereits ungesäuert seid! Denn auch unser Passahlamm, Christus, ist geschlachtet. 8 Darum lasst uns das Fest feiern, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit Ungesäuertem der Lauterkeit und Wahrheit!

 

Wenn Gott etwas schafft, möchte Er es vollkommen machen. Er ist heilig und Er möchte, dass in Seiner Gemeinde Menschen mit Ehrfurcht und heiligem Wandel vor Ihm leben. Er hat alles dazu beigetragen, dass die Gemeinde ohne Makel und eben ohne verdorrtem Holz sei.

 

Epheser 5,25-27

25 Ihr Männer, liebt eure Frauen!, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, 26 um sie zu heiligen, sie reinigend durch das Wasserbad im Wort, 27 damit er die Gemeinde sich selbst verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.