Gnade und Werke

Manche meinen, dass die Gnade allein genügt um im Heil zu bleiben und um in das Himmelreich zu kommen. Dies ist ein schwerer Irrtum. Man versteht dann das Wesen Gottes nicht und auch nicht wofür wir eigentlich erlöst worden sind.

Natürlich geschieht die Erlösung aus Seiner Gnade heraus. Niemand könnte etwas dafür tun oder geben. Gott schenkt aus Seiner Liebe heraus Versöhnung und befähigt uns Gemeinschaft mit Ihm zu haben.

 

Römer 3,22-28

Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist. Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort durch den Glauben an sein Blut zum Erweis seiner Gerechtigkeit wegen des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes; zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, dass er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesus ist. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir urteilen, dass der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke.

 

Gott schenkt uns nun also Seine Errettung. Seine Erlösung ist aber nicht statisch oder einfach starr. Wir wurden zu einem Leben mit Ihm erlöst. Das beinhaltet natürlich auch, dass wir Ihm gehorchen. Gerade die Erlösung macht es möglich, dass wir Ihm ganz gehorchen können.

 

Epheser 2,8-10

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

Wer in diesen guten Werken nicht wandelt, muss sich die Frage stellen, ob er überhaupt die Gnade Gottes angenommen hat. Diese Werke sind nicht so gedacht, dass ich sie so nebenbei aus Dankbarkeit auch noch erbringe. Ich soll in ihnen wandeln. Das ist die Gemeinschaft und Beziehung mit Ihm, somit bleiben wir in Ihm.

 

1. Johannes 2,6

Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.

 

2. Petrus 1,3.4

Da seine göttliche Kraft uns alles zum Leben und zur Gottseligkeit geschenkt hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch seine eigene Herrlichkeit und Tugend, durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat, damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid...

 

Teilhaber an Seiner Natur zu sein, heißt auch, dass wir einander lieben, so wie Er die Liebe ist. Er liebt und nimmt Seine Liebe an, er verschenkt sich sich selber. Wenn wir Ihn lieben, möchten wir so sein wie Er und lieben daher unsere Geschwister im Glauben auch. Durch Seine Gnade können wir auch diese Liebe haben, die Jesus zu uns hatte und die er auch uns aufgetragen hat.

 

Johannes 13, 34.35

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

 

Daher sehen wir, dass die Gnade und der Glaube immer mit den Werken verbunden ist. Sie sind ein Zeichen, wer wirklich Seine Gnade empfangen hat.

 

Jakobus 2,14-17

Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber keine Werke? Kann etwa der Glaube ihn retten? Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester dürftig gekleidet ist und der täglichen Nahrung entbehrt, aber jemand unter euch spricht zu ihnen: Geht hin in Frieden, wärmt euch und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht das für den Leib Notwendige, was nützt es? So ist auch der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot.

 

Wenn ich glaube, dass Er mein Herr ist, ist es wohl selbstverständlich, dass ich Ihm auch gehorchen will. Nur zu jemandem zu sagen, dass er mein Chef sei, ich ihm aber nicht gehorche, ist unsinnig.

 

2. Könige 17,13.14

Und doch hatte der Herr Israel und Juda gewarnt durch alle Propheten und alle Seher und ihnen sagen lassen: Kehrt um von euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten. Aber sie gehorchten nicht, sondern versteiften ihren Nacken wie ihre Väter, die nicht an den Herrn, ihren Gott, glaubten.

 

Johannes 3,36

Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.

 

In beiden vorigen Stellen können wir sehen, dass glauben und gehorchen austauschbar sind. Kommen wir noch einmal zu Jakobus 2,14-17 zurück: Es ist leicht zu sagen, dass jemand glaube, aber erst seine in Gott gewirkten Taten beweisen, dass er Glaube hat. Daher ist es wichtig darüber zu reden, wie ein Christ ist, was er macht. Der Glaube wird vorausgesetzt, aber an den Taten, zeigt es sich, wer wirklich einer ist.

Wir sind durch Gottes Gnade gerettet, aber wer gehorsam lebt, bleibt in Seiner Gnade, in Seinem Heil. Er gibt uns alles und Er wirkt sogar in uns die Taten. Daher haben wir keine Ausreden und können nur voller Demut und Ehrfurcht vor Ihm wandeln.

 

Phil 2,12-15

Daher, meine Geliebten - wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit -, bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern! Denn Gott ist es, der in euch wirkt, sowohl das Wollen als auch das Wirken zu seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Zweifel, damit ihr tadellos und lauter seid, unbescholtene Kinder Gottes inmitten eines verdrehten und verkehrten Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Himmelslichter in der Welt,...