Bruderliebe

Gottes Wesen ist die Liebe. Er lädt auch uns ein um an Seiner Liebe teilzuhaben, so haben wir tiefe Gemeinschaft mit ihm. Ein Christ hat Sehnsucht so zu sein wie Er ist und liebt Gott und seine Mitmenschen.

 

Markus 12,28-31

28 Und einer der Schriftgelehrten, der gehört hatte, wie sie miteinander stritten, trat hinzu, und da er wusste, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? 29 Jesus antwortete ihm: Das erste ist: "Höre, Israel: Der Herr, unser Gott, ist ein Herr; 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!" 31 Das zweite ist dies: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

 

Gott mit allem zu lieben, bedeutet, dass man nichts mehr zurückhalten kann, man gibt sein ganzes Leben dafür her. Oft akzeptieren die Ungläubigen nicht die Liebe und so bleibt diese Liebe sehr eingeschränkt. Unter Christen ist dies anders, da der gläubige Bruder diese Liebe ganz annimmt und diese dann sehr tief wird. Jesus war es besonders wichtig, dass wir uns lieben.

 

Johannes 13,34.35

34 Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

 

Die Liebe macht einen Christen aus, man kann an ihr erkennen, wer Christ ist und wer nicht. Sie ist das Zeichen für die Christen. Die Bruderliebe ist nicht ein emotionales “Gernehaben” sondern eine Hingabe für den anderen. Jesus gab ein Beispiel dafür, wie sich Christen lieben sollen. Er gab sein ganzes Leben hin und liebte bis zu seinem Tod. Er verbrachte seine Zeit mit seinen Jüngern, er ermunterte sie und er ermahnte sie auch. Es war für ihn wichtig, dass sie die Wahrheit verstehen und gab ihnen ein Vorbild sich der Ungerechtigkeit nicht zu beugen. Jesus kannte das Innere seiner Jünger und konnte so ihnen auch helfen. Er hat sie zum Beispiel oft wegen ihrer falschen Gesinnung korrigiert. Auch wir haben diese Verantwortung füreinander.

 

Lukas 17,3.4

3 Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm! 4 Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es; so sollst du ihm vergeben.

 

Hebräer 3,12-14

12 Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, im Abfall vom lebendigen Gott, 13 sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde! 14 Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Grundlage bis zum Ende standhaft festhalten.

 

Wenn ich jemanden liebe, möchte ich möglichst viel Zeit mit dieser Person verbringen. Nur so habe ich auch die Möglichkeit, sein Herz, sein Innerstes kennenzulernen. Es reicht eben nicht aus sich nur am Sonntag zu treffen. Im Hebräerbrief steht, dass wir uns jeden Tag ermuntern sollen. Es hilft nichts, wenn jemand erst eine Woche später Hilfe bekommt, wenn er sie dringend gerade jetzt braucht. Es ist einfach sich großteils anonym einem religiösen Programm anzuschließen, sein Leben aber nicht mit den anderen zu teilen. Wenn der andere nicht viel von mir weiß, könnte ich mein sündhaftes Leben weiterleben und bei einer Zusammenkunft eine christliche Maske aufsetzen. Erst in einer regelmäßigen intensiven Gemeinschaft fällt auf, wenn jemand auf einen falschen Weg abgebogen ist. Erst dann sieht man die Veränderung in ihm. Nur so ist Bruderliebe möglich. Ein Beispiel in der Bibel ist die Jerusalemer Gemeinde:

 

Apostelgeschichte 2,37-47

37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? 38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. 39 Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird. 40 Und mit vielen anderen Worten legte er Zeugnis ab und ermahnte sie und sagte: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! 41 Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan. 42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. 43 Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. 44 Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; 45 und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war. 46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, 47 lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

 

Sie hatten tägliche Gemeinschaft in ihren Hausgemeinden. Sie strebten übrigens auch die Einheit in der Wahrheit an und beschäftigten sich dauernd mit der Lehre. Da sie nun in Einheit waren, ein Ziel hatten, war es für sie auch klar, dass sie ihr Hab und Gut für ein Ziel verwenden werden: Für Gott und nicht für ihre eigenen Zwecke. Die Gütergemeinschaft drückt diese Einheit und Liebe aus.

So eine Gemeinschaft, die von der Bruderliebe getragen ist, fordert einerseits Hingabe und andererseits macht sie das Leben als Christ verbindlich. Sie hilft ungeteilten Herzens für Gott da zu sein. Wenn man nun das Christentum als Hobby ansieht, wie es so oft zu sehen ist, wird nie so eine Bruderliebe sichtbar sein. Es ist dann unmöglich, dass man sich dem anderen mit seinen Kämpfen und Sünden anvertraut, dass man sich gegenseitig ermahnt und ermuntert, dass man seine Zeit zusammen mit den Glaubensgeschwistern verbringt und zusammen Gott in Einheit dient. Daher wird man daran erkennen, wer Christ ist und wer nicht.

 

1. Johannes 3,11

7 Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. 9 Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. 10 Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden. 11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, sind auch wir schuldig, einander zu lieben.