Die Wichtigkeit der Lehre

Ist es wirklich egal in welche Kirche ich gehe? Und kann man sowieso nicht sagen, welche Lehre in der Bibel die richtige ist, da es so viele verschiedene Meinungen gibt und jeder für seine Interpretation Argumente hat? Es gibt Scheinchristen, die meinen, dass das Leben mit Gott wichtig sei und nicht die Lehre, die sei nur etwas Äußerliches und bringe oft nur Streit und mache rechthaberisch. Und jetzt die letzte Frage: Kann man die Lehre von dem Leben mit Gott überhaupt trennen?

 

1. Timotheus 4,9-16

9 Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert; 10 denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen. 11 Dies gebiete und lehre! 12 Niemand verachte deine Jugend, vielmehr sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit! 13 Bis ich komme, achte auf das Vorlesen, auf das Ermahnen, auf das Lehren! 14 Vernachlässige nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben worden ist durch Weissagung mit Handauflegung der Ältestenschaft! 15 Bedenke dies sorgfältig; lebe darin, damit deine Fortschritte allen offenbar seien! 16 Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Dingen! Denn wenn du dies tust, so wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, die dich hören.

 

Paulus gibt Timotheus viele Anweisungen, in diesem oben genannten Abschnitt sieht man, wie wichtig es für ihn war, dass Timotheus auf die Lehre acht hat. Er betont auch, dass dies ihn als auch die anderen erretten wird. Dass die Lehre mit der Beziehung mit Gott zusammenhängt sieht man auch ein paar Zeilen davor, indem er Timotheus ermuntert im Wort, im Wandel und im Glauben ein Vorbild zu sein. Wer traut sich angesichts dieser Worte noch zu sagen, dass die Lehre etwas Äußerliches sei? Er soll in diesen Dingen beharren. Sich einmal damit zu beschäftigen, wird nicht genügen. Gerade deswegen, weil es so viele verschiedene Irrlehren gibt, ist es wichtig die wahre Lehre zu kennen und sich mit ihr dauernd auseinanderzusetzen. Das haben auch gewisse Juden getan, die aufgrund ihrer Wahrheitsliebe dann Christen geworden sind.

 

Apostelgeschichte 17,10-12

10 Die Brüder aber sandten sogleich in der Nacht sowohl Paulus als auch Silas nach Beröa; die gingen, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden. 11 Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte. 12 Viele nun von ihnen glaubten, und von den griechischen vornehmen Frauen und Männern nicht wenige.

 

Weil sich diese Menschen täglich mit der Lehre beschäftigt haben, sind sie zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen. Es ist kaum anzunehmen, dass sie wenn sie schon als Nichtchristen diesen Eifer besaßen, sie dann als Christen nicht mehr täglich in der Lehre verharrten.

Die erste Gemeinde, die in Jerusalem entstand, wird als Modellgemeinde für die Christen dargestellt.

 

Apostelgeschichte 2,42-47

42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten. 43 Es kam aber über jede Seele Furcht, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. 44 Alle Gläubiggewordenen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam; 45 und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem einer bedürftig war. 46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens, 47 lobten Gott und hatten Gunst beim ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich hinzu, die gerettet werden sollten.

 

Das Verharren in der Lehre der Apostel war ein wesentlicher Bestandteil des Lebens der ersten Gemeinde. Jesus hat seinen Jüngern befohlen, seine Lehre weiterzugeben.

 

Matthäus 28,16-20

16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, an den Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte. 17 Und als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder; einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. 19 Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, 20 und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe! Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters.

 

Die Apostel sollen nicht nur alle Nationen lehren, sie sollen auch darauf achten, dass sie die Gebote Jesu einhalten. Auch hier erkennt man deutlich, dass die Lehre eng mit dem Leben mit Gott zusammenhängt.

 

Römer 6,17.18

17 Gott aber sei Dank, dass ihr Sklaven der Sünde wart, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bild der Lehre, dem ihr übergeben worden seid! 18 Frei gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.

 

Wenn Christen dem Bild der Lehre übergeben worden sind, bedeutet das, dass die Lehre ganz ihr Leben beeinflusst und prägt. Sogar das Christwerden wird hier dadurch ausgedrückt.

 

1. Timotheus 4,1.2

1 Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie auf betrügerische Geister und Lehren von Dämonen achten, 2 durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind,..

 

Wie wichtig die Lehre ist, wird auch hier betont: Wer nicht acht hat auf die Lehre und falsche Lehren von Irrlehrern annimmt, wird vom Glauben abfallen.

 

2. Johannes 8-11 drückt dies auch aus:

8 Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt! 9 Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht ins Haus auf und grüßt ihn nicht! 11 Denn wer ihn grüßt, nimmt teil an seinen bösen Werken.

 

Wer Gott ernst nimmt, will Seinem Willen ganz gehorsam sein und will Ihn ganz verstehen. Und die Lehre drückt Seinen Willen aus. Sie ist etwas Persönliches von Gott und leitet uns in eine tiefe Beziehung mit Gott.