Wer ist Christ

Heutzutage nennt man sich sehr schnell Christ. Jeder, der in eine religiöse Gemeinschaft geht, zählt sich bald dazu. Es gibt leider viele solche Menschen, die grundsätzlich ein weltliches Leben leben und sich nur nebenbei mit Gott beschäftigen. So wird der Anspruch vom Christentum aber verwässert um das Leben nach eigenen Vorstellungen einfach weiterleben zu können. Jesu Worte in Matthäus zeigen einen ganz anderen Weg:

 

Matthäus 7,13.14

Geht hinein durch die enge Pforte! Denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die auf ihm hineingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

 

Es ist daher nicht unwichtig, wie wir unser Leben führen. Wenn wir nicht alles daran setzen, können wir den Weg zu Gott nicht finden. Auf diesem kann man auf keinem Fall halbherzig gehen. Da werden unterschiedlichste Wege von verschieden religiösen Gruppen angeboten, die alle ein anderes Christentum verkünden. Manche sagen, dass nur ihre Glaubensgemeinschaft die richtige ist, andere wiederum meinen, dass es nicht so wichtig ist, in welche Gemeinschaft man geht. Übrig bleibt dann nur die Frage: Wer ist nun wirklich Christ?

 

Matthäus 7,21

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr!, wird in das Reich der Himmel hineinkommen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!

 

Die Bibel warnt davor, dass man sich zu schnell leichtfertig als Christ sieht. Es gibt offensichtlich Leute, die von sich überzeugt sind, dass sie Christen sind, sich aber leider täuschen. Ein Christ nimmt nicht nur einfach Gott in den Mund, indem er Ihn nur Herr nennt, sondern gehorcht Ihm in allen Lebensbereichen. Er ordnet sich Gott ganz unter und lebt in der Nachfolge Jesu.

 

1. Johannes 2,6

Wer sagt, dass er in ihm bleibe, ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt ist.

 

Ein Christ ist ein Nachfolger Jesu und lebt das, was dieser uns vorgelebt und von seinem Vater weitergegeben hat. Damit wird schon ad absurdum geführt, dass man auf vielfältige Art und Weise “sein” Christentum leben könne. Jesus war einer, daher gibt es nur einen Weg, eine Nachfolge. Wer dies anders sieht, muss sich fragen, ob er sich nicht Jesus ganz unterordnen und sich nach seinen eigenen Wünschen ein Christentum zurechtzimmern möchte.

Das Leben in unserer Gesellschaft ist grundsätzlich kein christliches, auch wenn es so genannt wird. Dem weltlichen Leben wird eventuell ein religiöses Fell übergeworfen, aber man lebt doch nach seinen eigenen Wünschen. Wenn jemand Christ wird, bereut dieser sein voriges selbstbestimmtes Leben und kehrt um hundertachtzig Grad um. Dies wird in der Bibel Bekehrung genannt. Er erkennt, dass dies seine größte Sünde war, dass er nicht zuerst nach dem Willen Gottes gefragt hat. Er verleugnet sich selbst um von nun an ganz für Gott zu leben.

 

1. Korinther 5,15.17

Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.

 

Daher wäre es auch unpassend ein christliches Leben zu führen und nebenher weltlichen Interessen und Hobbies nachzugehen. Ein Christ ist ein ganz neuer Mensch geworden, der ungeteilt für Gott lebt. Deswegen grenzt er sich auch vom weltlichen Leben ab.

 

Johannes 2,15-17

15 Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist! Wenn jemand die Welt liebt, ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles, was in der Welt ist, die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vom Vater, sondern ist von der Welt. 17 Und die Welt vergeht und ihre Begierde; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit.

 

All dies kann er nicht aus sich heraus tun. Gott hat ihn dazu befähigt. Gott hat ihm seine Sünden vergeben und ihn dazu fähig gemacht mit Ihm in tiefer Beziehung zu leben und Ihm in guten Werken zu gefallen.

 

Epheser 2,8-10

Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme. Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

 

Der Glaube an Gott bewirkt diese Werke und Gott macht dies aus Seiner Gnade heraus möglich. Glaube und Werke sind daher eng miteinander verbunden.

Ein Christ liebt auch die Wahrheit. Gott ist die Wahrheit und Er ist nur einer. So können zwar verschiedene Meinungen über Glaubensfragen vertreten werden, aber nur höchstens eine kann richtig sein. Auch deswegen ist Jesus zu uns gekommen um in einer allgemein verständlichen Sprache vom Willen seines Vaters zu reden. Jedes Abweichen von Seiner Wahrheit bedeutet Ungehorsam und hat folgenschwere Auswirkungen.

 

2. Johannes 8-9

Seht auf euch selbst, damit ihr nicht verliert, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangt! Jeder, der weitergeht und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn.

 

An der Wahrheitsliebe kann man erkennen wie sehr jemand Gott ernst nimmt oder nicht. Für den Christen hat das Wort Gottes, die Bibel die alleinige Autorität. Er richtet sein Leben ganz nach ihr aus. Es gibt keine zusätzliche Meinungen oder Traditionen für ihn.

Man kann einen Christen auch vor allem an etwas anderem erkennen: Jesus hat seinen Jüngern aufgetragen sich einander so zu lieben, wie er sie selber geliebt hat. Die Bruderliebe ist so sehr wichtig, dass sie ein Zeichen der Christen ist.

 

Johannes 13,34.35

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

 

Jesus liebte seine Jünger so, dass er sein ganzes Leben hingegeben hat. Wir sollen dies genauso tun. Die Bruderliebe ist die Basis für das Gemeindeleben. Ein-, zweimal in der Woche miteinander ein religiöses Programm zu besuchen, kann man nicht ernsthaft Bruderliebe nennen. Geht es doch darum das Leben miteinander zu teilen, den anderen tief zu kennen um sich gegenseitig in der Heiligung zu ermuntern.

Ein Christ dient mit Ehrfurcht Gott, er fragt sich wie er Gott gefallen kann, da Gott ihm ein neues Leben geschenkt hat, das frei von Sünde und Begierden ist, er muss nicht mehr sündigen.

 

Römer 8,1.2

Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.

 

Er hat seinen Sinn, seine Freude und seine Orientierung im Leben von Gott geschenkt bekommen und möchte eine immer tiefere Beziehung mit Ihm haben und sein Leben immer mehr von Ihm heiligen lassen. Diese Heiligung bedeutet, dass er bestrebt ist mit Gottes Hilfe Jesus immer ähnlicher zu werden.

 

1. Johannes 3,2.3

Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, dass wir, wenn er offenbar werden wird, ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und jeder, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich selbst, wie auch jener rein ist.